Eine wichtige praktische Aufgabe in den Dörfern ist der Bau von Brunnen. Gerade in der Trockenzeit kommt es oft zu Engpässen in der Wasserversorgung. Viele Menschen in den Dörfern nutzen einfache Erdlöcher, aus denen sie mit Eimern das Wasser schöpfen und dessen Brunnenrand meist nur mit einem alten Autoreifen befestigt ist. Diese stellen zum einen eine Gefahr für kleine Kinder dar, die dort hineinfallen können, zum anderen eine Gefahr für die Gesundheit der Dorfbewohner, weil die Wasserqualität meist unzureichend ist. Sie bieten keinen Schutz gegen mutwillig hineingeworfenen Müll oder durch Regenwasser hineingespülte Fäkalien der Tiere, die so das Brunnenwasser unbrauchbar machen können.
Die neu realisierten Brunnen erfüllen dagegen vollständig die hygienischen Bedingungen. Sie haben eine leicht abschüssige, betonierte Bodenplatte, damit das verschüttete Wasser nach außen abgeführt wird. Ferner sind sie komplett verschlossen, so kann weder Regenwasser noch Unrat in den Brunnen gelangen. Die Brunnenröhre ist mit Betonsteinen gemauert und das Wasser wird meist mit einer einfachen Seilpumpe nach oben befördert.
In ein umlaufendes Kunststoffseil sind in regelmäßigen Abständen, etwa alle dreißig bis vierzig Zentimeter, zwei Knoten angebracht, zwischen denen eine kleine Kunststoffscheibe gehalten wird. Diese Kunststoffscheiben füllen das nach oben führende Rohr gerade so aus und nehmen das Wasser auf ihrem Weg nach oben mit, wo es durch einen seitlichen Ausguss in die Eimer, Schüsseln und Kalebassen fließt. Auf dem Kopf tragend bringen die Frauen und Kinder anschließend das kostbare Nass zu ihren Hütten.
Ergänzend zu diesen Webseiten sind die Reiseerlebnisse als Buch zusammengefasst: Tropischer Sabbat